Sonntag, 26. September 2010

Anfängerfehler Nr. 1 - Die Lautstärke

Wer kennt es nicht?

Wir arbeiten mühevoll an einem Song, überlegen uns gut formulierte Zeilen, arbeiten mit Stimmdruck und mischen sehr sauber und sorgfältig und wollen dann Feedback für unseren Song!

Doch anstatt einer Lobpredigt hören wir nur:

"sry ich versteh kein Wort vom Text"

Wir selber sind schockiert, die Aufnahmespuren schon im lange im Mülleimer und der fertige Song hat nur noch einen reservierten Platz: Der Mülleimer.

Daher gebe ich jeden den Tipp, weil es mir in den letzten Tagen erst wieder aufgefallen ist:

Überprüft nach eurer Songarbeit die Lautstärke.

- Ist meine Stimmlautstärke gut zum Beat, oder geht meine Stimme oder der Beat unter?

- Sind alle Parts und die Hook gleich laut?

- Ist jedes gesprochene Wort gut verständlich?

Am besten hört ihr euch für einen Lautstärketest den Song erst am nächsten Tag an und speichert erstmal euer Projekt ab.

Wenn ihr euch wegen der Lautstärke nicht sicher seid, nehmt zur Überprüfung irgendeinen Song von einer CD und lasst die Boxen auf der gleichen Lautstärke und schaut ob ihr alles immer noch versteht, oder euer Song zu laut ist.

Ich persönlich hab nach der Arbeit immer Kopfschmerzen und das Gefühl, dass sich alles gleich anhört und "schon passen wird". Ein Tag später kann das Ergebnis ganz anders aussehen. :)



Einen ersten Eindruck von meiner Rapmusik und meinen Raptexten kannst du dir auf meinen Youtube Channel machen:


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Dienstag, 7. September 2010

Ein kleiner Grafiktrick für mehr Downloads

Wie ist der übliche Ablauf einer Musik Produktion?

Ganz einfach:

Mühevoll werden exklusiv Beats gebaut, oder Freebeats heruntergeladen. Danach gibt sich der Rapper mehrere Wochen Zeit seine Texte zu schreiben. Als Nächstes feilt er mehrere Monate für die Aufnahmen und investiert eine Menge Zeit für das Mix und Mastering.

Dann noch schnell ein CD Cover basteln...Und fertig!

Das große Problem ist, dass an dieser Stelle noch lange nicht das Ende ist. Jetzt beginnt nämlich der Marketing Abschnitt und viele Rapper sind frustriert, dass Ihre Musik kein Mensch downloadet oder kauft obwohl er sich doch soviel Mühe gegeben hat.

Um eine komplette Marketingstratege darzulegen fehlt mir im Moment etwas die Zeit. Allerdings möchte ich einen wertvollen Tipp verraten, mit denen du mindestens mehr Aufmerksamkeit erregst als 90% aller anderen Rapper.


Statt eines schnöden Bildes als Cover solltest du ein 3D Cover bauen!

Der Effekt ist, dass die Grafik professioneller wirkt und ansprechender für den Hörer aussieht. Viele Internet Shops arbeiten mit solchen 3D Darstellungen, weil Sie dadurch mehr als 50% mehr Umsatz machen mit digitalen Produkten. Das ist wirtschaftlich bewiesen und kann im Internet sehr leicht nach gegoogelt werden.

Da ich wie die meisten anderen Menschen ebenfalls keinen guten Draht für grafische Arbeiten habe, kann ich allerdings einige Seiten vorstellen wo man sich einfach bedienbare Software herunterladen kann.

www.quick3dcover.de

www.insofta.de


Ich hoffe dieser kleine Trick verzeiht mir meine längere Auszeit als Blogverfasser :)


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Freitag, 18. Juni 2010

Rappen lernen - Die Vorbereitungen

Diese Vorgehensweise welche ich in meinem Blog präsentiere ist keine Pflicht, doch eine sehr gute Methode mit der ich sehr zufrieden bin und auch gute Ergebnisse erzielt hast.

Du hast dich jetzt dazu entschieden ein Album/Mixtape usw. zu veröffentlichen und dazu gehört einiges an Organisationsfragen, welche du vorher klären solltest:

1. Was möchte ich mit diesem Musikwerk aussagen?

Willst du eher ein persönliches Album machen? Konzentrierst du dich eher auf Partysongs oder Battletracks? Willst du ein guten Mix aus allem?

Nimm dir für diese Entscheidung wirklich sehr viel Zeit, auch wenn es noch so nichtig klingt ist gerade diese Vorbereitungsphase die Wichtigste an deiner Produktion.

2. Woher kriege ich die Beats?

Bist du musikalisch veranlagt und kannst selber Beats bauen? Hast du Kontakte, welche dir Beats liefern können? Musst du dich auf Freebeats beschränken?

Gerade das ist eine sehr wichtige Frage. Du kannst dich nicht dazu entschließen ein Album zu produzieren, wenn du keine exklusiv Beats hast und auch nicht weißt wo du sie herkriegst.

3. Was für Beats möchte ich?

Legst du eher Wert auf geile Drums? Stehst du eher auf ruhige melodische Beats? Oder doch eher die rockige E Gitarre?

Je besser du weißt wie deine Musik am Ende klingen soll, umso strukturierter und leichter fällt es dir.

4. Warum mache ich das Album?

Machst du das Album für dich? Möchtest du damit Fans gewinnen? Hast du einfach nur Spass an der Sache?

Diese Frage ist auch sehr entscheidend für deine Vorgehensweise und sorgt auch für die dementsprechende Motivation am Ball zu bleiben.

5. Was für Textthemen möchte ich präsentieren?

Überlege dir sehr genau, was du textlich präsentieren möchtest und auch wirklich schreiben kannst. Wenn du eher der sensible Typ bist, der in irgendeinen Dorf am Ende der Welt wohnt, ist dieser arrogante Battlerap wohl nicht gerade deine Stärke und auch sehr unglaubwürdig.

6. Wieviel Zeit möchte ich mir für die Produktion nehmen?

Das ist eine ganz wichtige Motivationsfrage. Ich kenne Arbeitstiere die innerhalb einer Woche ein ganzes Album auf die Beine stellen. Andere hingegen schrauben mehrere Jahre an ihren Liedern. Eine direkte Zeitvorgabe ist aber immer gut um zu wissen, wie viel Arbeit man reinstecken muss und auch in der Lage ist.

7. Wie strukturiere ich die Songs?

Mir persönlich fällt es immer leicht eine imaginäre Trackliste zu erstellen, sobald ich die Beats habe und mich an die Texte setzen will. Das gibt mir schon mal das Gefühl, das es nicht mehr lange dauert bis das Album fertig ist, obwohl ich noch nicht mal 1% Leistung gezeigt habe und gibt mir auch schon mal eine gute Struktur mit der ich meine Songs gestalten kann.

8. Wie soll das Musikwerk heißen?

Jeder Mensch ist anders. Ich persönlich habe mein Album immer bereits geistig vor meinem Kopf eh ich mit der Produktion begonnen habe, daher fällt es mir relativ leicht am Anfang bereits einen Namen auszusuchen.

Natürlich kann man auch erst am Ende der Produktion sich für einen Namen entscheiden. Wichtig ist jedoch, dass der Name auch zum Konzept des Albums passt. Ein Name wie "Blutrausch" passt kaum zu einer CD, die voller Blümchenrap und Sonnenschein handelt.



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Donnerstag, 17. Juni 2010

Rappen lernen - Dein erstes Release

Du bist jetzt schon eine Weile am Rappen und sicher kam dir schon der Gedanke in den Kopf, wie geil es wäre, wenn du dein erstes eigenes Album machst.

Da dies ein sehr umfangreiches Thema ist, werde ich mehrere Postes brauchen um dir die ganze Organisation, Vorbereitung usw. zu erklären, da diesmal noch mehr Aspekte hinzukommen als wenn du einen einfachen Song machst.

Ich persönlich empfehle dir, aber möglichst früh mit der Produktion deiner eigenen Musikwerke zu beginnen, da die Motivation meistens höher ist und du dich länger mit der ganzen Thematik auseinander setzt. Du wirst mehrere Tage brüten über die Struktur, deinen Rap, was für einen Style zu präsentieren möchtest und all diese Dinge bringen dich am Ende des Tages weiter, als wenn du jeden Monat mal einen Text schreibst und aufnimmst, falls "du gerade mal Zeit hast".

Als erstes musst du für dich entscheiden, was du genau willst:

- Ein eigenes Album

- Ein Mixtape

- Eine EP

- Ein Sampler

Da ich ja kein Unmensch bin, erkläre ich auch die Begriffe:

- Das Album

Das ist die typische Releaseform welche du in jeden Laden finden kannst, oder immer in den Nachrichten hörst, wenn der Rapper "..." gerade mal wieder sein neues Album veröffentlicht.

Ein Album ist ein in sich geschlossenes Musikwerk, was eine gewisse Thematik und Struktur verfolgt und auf exklusiv Beats basiert. Dabei können 13 Lieder auf der CD sein, oder 20 Lieder je nachdem wie fleissig oder faul du bist. :)

Diese zusammenhängende Struktur auf einem Album kann je nach Wünschen gestaltet sein. Zum Beispiel kann so eine Struktur bei den Beats deutlich werden, wenn alle einen gewissen Style verfolgen und vom selben Producer stammen. Natürlich kann auch textlich ein gewisser Zusammenhang aus allen Liedern bestehen. Das liegt ganz in deiner freien kreativen Phase. :)

- Das Mixtape

Ein Mixtape ist die "lockere Form" eines Albums. Die Beats müssen nicht unbedingt exklusiv sein, sondern können aus kommerziellen Samples bestehen oder aus Freebeats. Auch muss der Zusammenhang zwischen den Liedern hier nicht so extrem sein. Viele Rapper entschließen sich zum Beispiel alle Songs die nicht gut genug für ein Album gefunden wurden noch auf ein Mixtape zu packen und mit anderen zu mischen.

- Die EP

Eine EP ist meistens die kleinere Version eines Albums und besteht aus 4 bis 10 Songs. Manche bezeichnen auch ein Mixtape mit wenigen Songs als EP, das muss man für sich selber entscheiden welche Definition man lieber mag. Entscheidend ist nur: Eine EP hat wenige Songs die auf einer Platte sind.

- Der Sampler

Meistens spricht man vom Labelsampler. Ein Sampler ist ein Musikwerk, auf dem mehrere Musiker der selben Crew/Label/Vereinigung tätig sind. Ein Sampler hat auch einen Songumfang von 5 bis 20 oder mehr Lieder. Egal ob man ein Sampler wie ein Album oder Mixtape aufbaut, entscheidend ist für diesen Begriff das mehrere Musiker daran basteln.


Das wars auch erstmal für den Anfang, im nächsten Post beschäftigen wir uns dann mit der Struktur und Aufbau eines Albums :-)



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Montag, 31. Mai 2010

Rappen lernen - Zuviel Speichel im Mund

Viele Personen können es regulieren,doch trotz allen Dingen fällt mir immer wieder auf, das einige Rapper einfach Speichelprobleme haben.

Welch ein schönes Bild: Du hast einen geilen Text geschrieben, stehst gerade vorm Mikrofon und während deiner eleganten Aufnahme spuckst du dein Ploppkiller voll und weisst eigentlich gar nicht, wie du Luft holen sollst, geschweige denn die Wörter noch ordnungsgemäß aussprichst.

So eine Situation ist nicht nur etwas eklig, sondern kann dir auch den ganzen Aufnahmetag verderben. Darum gebe ich dir hier einige Tipps vor deiner Aufnahme:

- Vermeide Getränke jeglicher Art. Vor allem Saft ist ein ziemlich ekliger Speichelförderer.

- Deine letzte Mahlzeit sollte schon einige Zeit zurückliegen. Nimmst du gerade nach einer großartigen Speise auf, kommt neben einer unzähligen Flut von ekligen Speichel, auch gleich einige Essensbrocken mit raus. Wie wunderbar!

- Iss eine Scheibe trockenes Toastbrot um dein übermäßigen Speichel zu regulieren. Damit sollten deine Spuckeprobleme eigentlich der Geschichte angehören.

Wichtig: Iss nicht zuviel trockenes Toast, sonst kann es sein das dein Mund ZU TROCKEN ist und du nicht richtig flowen kannst, weil es dir schwer fällt die Wörter auszusprechen.

- Ist dein Mund zu trocken? Dann trink einen kleinen(!!!) Schluck Wasser. Aber bloss kein Saft oder sowas in der Art, sonst endet das Ganze in einem endlosen Teufelskreis.


Ich hoffe mal mit diesen Tipps konnte ich den Einen oder Anderen helfen, um einige Alltag Probleme aus der Welt zu schaffen. :)



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Donnerstag, 27. Mai 2010

Die goldenen Regeln für eine Hook/Refrain

Wenn du einen wirklich genialen Hit schreiben willst, dann musst du besonders darauf achten wie du deine Hook gestaltest.

Diese bildet sozusagen das Grundgerüst deines Songs. In deinen Parts schreibst du detaillierter über deine Erlebnisse, Erfahrungen und Moralpredigten, doch in der Hook muss das Thema deines Songs zur Deutung kommen, damit auch der dümmste Mensch auf der Welt versteht, um was es in deinem Song eigentlich geht. :)

Ein Gefühl für die richtigen Hooks entwickelt sich im Laufe der Zeit, doch hier gebe ich dir ein paar Tipps, damit deine Hook ein richtiger Ohrwurm bildet:

1. Achte auf eine melodische Hook

In diesem Teil eines Songs muss dein Rap*Gesang* zur Geltung kommen. Es gibt unzählige Möglichkeiten dies zu gestalten doch wichtig ist, das es zum mitsingen verleitet...erst dann bleibt deine Hook auch wirklich beim Hörer hängen und findet Gefallen.

Keine Bange du brauchst nicht gezielt zu singen, dein Rap muss nur leicht angehaut sein, damit es gesangähnlicher ist und stimmiger wirkt.

Natürlich kannst du auch deine Stimme zum Besten geben und deine kleinen *Schwächen* nachträglich mit Effekten bearbeiten doch dies würde ich eher abraten, da so ein Playback bei einem Live Gig selten so gut rüberkommt.

2. Nutze Wortwiederholungen

So kompliziert es auch sein mag eine Hook zu gestalten, so einfach aufgebaut muss sie sein. Eine Hook welche nur aus einem Wort besteht, kann um einiges genialer klingen als eine gut geplante Hook an der du stundenlang gesessen hast.

Eine weitere Regel sind auf jeden Fall Wortwiederholungen. Eine Hook hörst du im Normalfall 3x in einem Song und die sollte möglichst so ansprechend wie es nur geht sein. Hör dir mal mehrere Songs von deinen Idolen an und du wirst schnell begreifen, was ich mit Wortwiederholungen meine.

3. Die Hook muss sich vom Part abheben

Man muss auf jeden Fall den Unterschied merken zwischen deinem Rappart und deiner Hook. Natürlich trägt der Beat melodisch dazu bei um sowas zu merken. Doch auch wenn du deine Hook 1x 2x mehr doppelst, damit deine Stimme kräftiger wirkt als deine Parts tragen schon zu einem erfolgreichen Ergebnis bei.

4. Sei kreativ

Mach bitte nicht den Fehler und schreib 10 Songs bei denen jede Hook gleich klingt. Auch sowas wirkt monoton und fade. Verstell mal deine Stimme und lass bei einem Battlesong mehr Aggressivität erklingen. Bei einem anderen Song kannst du mehr auf Gesang gehen. Bei den dritten Song könntest du z.b. ein Wort sich in jeder Zeile wiederholen lassen und darauf schreibst du dann noch 1 2 Wörter dazu. z.b. "My name is" von Eminem.

Mit der Zeit wird sich schon das Gefühl einstellen, wann deine Hook Hitpotenzial hat und wann sie ein absoluten Reinfall bildet. :-)



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Freitag, 14. Mai 2010

Rappen lernen - 3 Vorurteile, welche du nicht ernst nehmen darfst als Künstler

Vor einigen Zeit habe ich die Community rappers.in vorgeschlagen, als ein gutes Beispiel um mit anderen Personen in Kontakt zu treten und seine eigene Musik mal durchchecken zu lassen.

In diesem Post möchte ich einige Vorurteile aus der Welt räumen, von denen die meisten Rapper überzeugt wären, es sind Pflichtvorraussetzungen damit ein Song überhaupt als gut bewerten werden darf. Ich persönlich finde die Schwachsinn, da Musik auf freie Kreativität beruht und daher möchte ich hier einige Warnsignale geben, damit ihr euch nicht in diese Gedankengänge wiederfindet.

1. Dein Text hat keine guten Reime

Leider gibt es viele Menschen, die schauen weder auf den Sound, dein Stimmeinsatz oder auf den Sinn und Aufbau eines Textes. Ich habe schon oft erlebt das Menschen schreiben.

*Dein Text hat keine/wenige Doppelreime von daher ist er Scheiße*

In meinen Augen ist dieses Bewertungskriterium vollkommener Schwachsinn. Ein Text ist dann gut, wenn er mich persönlich anspricht und ich mit ihm zufrieden bin. Wenn dieser Text noch andere Personen auf einer Gefühlsebene erreichen kann umso besser. Ich kenne keinen normalen Menschen, der sagt "Dein Text ist scheiße, weil die Reime mies sind" ohne selber angeblich zu rappen.

2. Du musst Doubletime beherrschen, oder zumindest sehr schnell sein

Leider verwechseln viele Rapper "schnell rappen" immer mit "gut rappen". Teils liegt es daran, dass diese Kollegahfigur im Fernsehen sowas wie eine Idolrolle bei den meisten Hobbyrappern eingenommen hat, trotzdem möchte ich vor diesem Punkt warnen.

Wie ich bereits schon oft geschrieben habe ist Musik eine Gefühlssache, welche dann erfolgreich ist, wenn sie einen Menschen auf irgendeiner Ebene anspricht und Gefühle wecken kann. Nur wie kann ich z.b. Gefühle für einen Song entwickeln, wenn ich nichtmal den Text verstehe ohne ihn mehr als 3x gehört zu haben?

Klar kann schneller Rap gut kommen, besonders bei Partysongs wo der eigentliche Textinhalt eher Nebensache ist und einfach die Musik gut sein muss, ist sowas wie Doubletime eine sehr nützliche Sache um Stimmung zu erzeugen.

Es sollte aber keine Pflicht werden!

3. Du musst genauso rappen können wie *...*, damit du gut bist

Bei dem *...* kann man eigentlich jeden Rappernamen einsetzen, welcher derzeit dominierend in der Rapbranche tätig ist. Diese Aussage ist zwar eher selten vertreten, aber davor möchte ich dennoch warnen.

Mal eine Veranschaulichung:

Du bist *Peter* und versuchst wie *...* zu rappen? Damit bist du einfach *scheiße*

Und warum? Weil du niemals wie *...* rappen kannst, da du nicht *...* bist.

---> *Peter* sollte schauen wie *Peter* am besten rappen kann, damit er *gut* ist.

Wenn du ein Vorbild hast, was dich zum Rappen antreibt umso besser. Wenn du gerne einige Stilmerkmale übernehmen möchtest dann mach das, solange du sie auf deine Weise interpretierst. Aber versuche bitte niemals genauso wie dein Vorbild zu sein, denn das geht definitiv nach hinten los.


Abschließend sei noch zu sagen wenn du dich in einer Rap Community aufhälst:

Eigentlich fast jeder ist davon überzeugt, das nur er selber das Zeug zum Rapper hat und die anderen wären ja alle nur scheiße. Von daher lass dich nicht gleich verunsichern, wenn du mal ne schlechte Meinung über deine Musik kassierst. Die Person welche dich da bewertet kann sogar noch einiges Schlechter sein.

Es ist wie in jedem Bereich vom Leben. Mit der Zeit wirst du schon selber herausfinden welche Person nichts im Hirn hat und welche Menschen du eher vertrauen solltest.

Das merkst du dann schon. :)


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Dienstag, 4. Mai 2010

Rappen lernen - Mir fällt kein Thema ein!!! Das Burnout Syndrom

Wenn du bereits längere Zeit Texte schreibst und fleißig recordest wirst du eine ziemlich seltsame Entwicklung feststellen:

Du wirst von Text zu Text einfallsloser!

Das ist ein ziemlich heftiger Teufelskreis, denn je weniger dir einfällt umso deprimierter wirst du und je deprimierter du bist umso weniger Lust hast du zu schreiben usw. usw. usw.

Über was für Themen soll man den schreiben?

Dieser Satz hat mich schon monatelang matt gelegt, weil ich oft solche Burn Out Situationen hatte und nicht wusste was für Texte ich schreiben sollte.

Mir fällt ein Thema ein...ich schreibe 2 3 Zeilen...finde sie scheiße...schmeiss sie weg....und irgendwann hat man ganze Berge von Papier verbraucht und nicht mal 3 anständige Zeilen!

Doch keine Panik, solche Burn Out Situationen kann man auf verschiedene Arten bekämpfen.

1. Entspannung!

Schaff dir eine ruhige Atmosphäre für eine ruhige Arbeit! Nimm ein schönes warmes Bad, such dir eine bequeme Sitzecke zum Schreiben, mach dir eine Kerze an und entferne alle Stressfaktoren. Hast du noch Aufgaben für den Tag zu erledigen? Dann mach sie! Erst wenn alle Dinge aus der Welt geschafft sind, kannst du dich voll und ganz auf deinen Text konzentrieren.

2. Distanzierung!

Immer noch keine Textidee? Dann entferne dich von deinem Rap. Denke nicht daran, verbanne deinen Schreibblock, verstecke dein Mikro und geh einige Tage an die frische Luft und lass die Seele baumeln. Nach so 1 2 Wochen sollten dir einige Themen einfallen, über welche du rappen kannst. Natürlich kann es auch 1 2 Monate oder länger dauern. Rap ist nur ein Hobby für dich, von daher mach dir keinen Stress.

3. Mindmap!

Wenn dir weder Abstand noch Beruhigung hilft, dann lege dir ein Mindmap für Rapthemen an. Was hast du bisher alles gemacht und worüber könntest du rappen?

Beispiel für 3 min von 24 Stunden deines Tages:

1. Minute: Ich stehe auf und schalte den Wecker aus
2. Minute: Ich ziehe mich an für die Schule
3. Minute: Ich öffne mein Zimmerfenster und lass frische Luft rein

mögliche Rapthemen:

1. Minute: "Text über Sachen die mich stressen wie der Morgenwecker" "Text über Schlaf und Faulheit"
2. Minute: "Text über die Schule" "Text über die Jugendmode und was du davon hälst"
3. Minute: "Text über die globale Welt" "Text über Regen/Sonnenwetter"

Insgesamt schon 6 *mögliche* Rapthemen. Ob du damit was anfangen könntest wäre deine Sache. Vielleicht klingt diese Methode ziemlich bescheuert für dich, aber wenn du detailgetreu aufschreibst, was du den Tag gemacht hast fällt dir vielleicht irgendwas besonderes ins Auge, worauf du gerade ganz besonders Lust hast.

4. Schreib mit Freunden!

Oft kommen wieder kreative Ideen, wenn man mit begeisterten Freunden etwas zusammen macht. Gerade wenn diese Menschen keine Ahnung vom Rap haben, wird dir oft in den Kopf kommen "boor lass den Scheiss lieber mich machen" und schon hast du 1 2 ganz nützliche Zeilen aus deinem Ärger. Auch sonst können Freunde dir helfen und zu dir sagen "guck mal hin, das und das ist scheiße bzw. gut"



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Dienstag, 13. April 2010

Rappen lernen - Keine Luft mehr beim Recorden!

Sicherlich hast du diese Situation selber schon oft gehabt:

Du hast einen Text geschrieben, machst dich gerade an die Aufnahme, doch plötzlich geht dir nach einigen Zeilen die Luft aus.

So sehr wir es uns auch wünschen sind wir Menschen leider auch an die physikalischen Gesetze gebunden und müssen ab und zu Luft holen.

Daher ist mein Ratschlag für dieses Problem:

Achte direkt beim Schreiben darauf, das du genügend Atempausen einsetzt.


Wenn du weißt das es dir unmöglich ist 16 Zeilen ohne Pause zu rappen dann versuche deinen Text so aufzubauen, das du z.b. alle 3 Zeilen mal eine kurze Atempause hast.

Die Schwierigkeit bei dieser Situation ist diese Atempausen möglichst so zu setzen, dass die Songatmosphäre nicht gestört wird. Kurz gesagt: Nutze Atempausen als künstlerisches Stilmittel und lass nicht jeden anmerken, das du Luft brauchst.

Tipp: Die meisten Rapper setzen es sich als Ziel möglichst schnell zu rappen und so wenig Pausen wie möglich zu haben. Das ist zwar schön und gut für den Rapper und sicherlich eine anerkannte Leistung bei seinen Insiderfreunden, doch der normale Mensch den du ja mit deiner Musik erreichen möchtest erschwerst du somit umso mehr das Textverständnis. Natürlich ist es auch eine Frage des Images ob man schnell, oder eher langsam rappt und das Ganze hängt auch von dem Beat, deinem Text und anderen Faktoren ab.

Dieser Ratschlag wird von mir deshalb empfohlen, weil er einen sofortigen Erfolg für dich verspricht.

Wer ein wenig im Internet stöbert findet noch andere Tipps zu diesem Thema. An dieser Stelle möchte ich noch einige andere Ratschläge präsentieren:

- Cutte deinen Text in je 4 Zeilen!

Dies ist eine sehr beliebte Methode bei vielen Rappern, die Atmungsprobleme haben und diese möglichst verschleiern wollen. Der Trick ist, das du deinen Text nicht auf einmal aufnimmst, sondern immer in kleinen Portionen von 4 Zeilen. Wichtig bei dieser Methode ist das du darauf achtest, das man die verschiedenen Cuts nicht raushört, sodass es wie einmal aufgenommen klingt. Diese Methode ist sicher nicht schlecht doch ich persönlich würde davon abraten. Die Wahrheit kommt dann ans Licht, sobald man mal seinen ersten Live Gig Termin hat.


- Lerne Atmungstechniken!

Wer gerne viel Zeit für seine Atmung verwenden möchte, ist mit dieser Methode sehr gut bedient. Der Erfolg findet jedoch eher längerfristig statt und nicht sofort, wie es erwünscht ist. Am besten suchst du dir einen kompetenten Gesangslehrer, der dir ein paar Tipps geben kann. Das Lernen aus Büchern empfehle ich bei solchen Aktivitäten eher weniger, doch auch Amazon und öffentliche Büchereien sind voll mit dem Theoriewissen für die richtige Atmung.

- Treibe viel Sport!

Eine weitere Möglichkeit dein Lungenvolumen längerfristig zu steigern, wäre indem du Joggen gehst/auf dem Laufrad bist und dabei rappst. Achte aber darauf, das du deine Lunge nicht zu sehr belastest. Falls es dich zu stark beansprucht, dann reicht für den Anfang auch normales Laufen ohne das du deine Stimme nebenbei strapazierst.



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Donnerstag, 25. März 2010

Rappen lernen - Noch mehr Songatmosphäre mit Soundeffekte!

Eine weitere Methode um mehr Atmosphäre in die eigenen Songs zu bringen, gelingt durch Soundeffekte!

Es ist schön und gut, wenn du ein Text über das Geschehen einer Kriegssituation rappst. Gelingt es dir allerdings noch Knarrenschüsse, hilflose Schreie und rollende Panzer gut einzubinden, dann wirkt dein Song um einiges atmospährischer.

Natürlich sollte man mit solchen Effekten nicht übertreiben und manchmal ist weniger mehr, doch als Schmuck für die letzten Feinheiten sind solche Kleinigkeiten unverzichtbar.

Mein Tipp für solche Soundeffekte ist:

http://www.flashkit.com/soundfx/

Die Seite ist zwar englisch, doch nach einer kurzen Einarbeitungszeit bereits leicht zu begreifen. Desweiteren sind alle Soundeffekte lizenzfrei und somit wirst du auch keine rechtlichen Probleme kriegen, wenn du diese in deine Songs einbindest.

Achte darauf passende Effekte gut mit deinem Text abzustimmen. Wenn du über Liebe rappst, dann wären Tierlaute von Kühen ziemlich unpraktisch. Besonders gut eignen sich Effekte bei langen Intros und Outros von Beats, oder bei Atempausen in deinem Rap.

Wie immer gilt - Probieren geht über studieren. Mit der Zeit findest du deinen Style!


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Mittwoch, 24. März 2010

Rappen lernen - Das Doppeln (3 Aufnahmetricks für Anfänger)

Ich stelle dir in diesen Post einige Aufnahmetricks vor, mit denen du einige der häufigsten Probleme beseitigen kannst. Damit kannst du sicher einige Schwierigkeiten, welche dich bisher immer an deinen Songs gestört haben verschwinden lassen.

1. Meine Stimme klingt zu dünn auf den Beat

Wenn du einen Part mit 16 Lines aufnimmst und findest das deine Stimme total im Beat untergeht, dann musst du deinen Part doppeln.

Das bedeutet nachdem du deinen Part 1x komplett aufgenommen hast, nimmst du ihn nochmals auf und legst deine 2. Spur einfach unter die erste Aufnahme. Ganz wichtig ist, das deine zweite Aufnahme so syncron wie möglich ist, da man diese nicht raushören darf.

Wenn deine Stimme immer noch zu dünn ist, heisst es nochmals doppeln. Ich persönlich doppel immer 8x meine Hauptspur und hab damit immer gute Ergebnisse erzielt.

Natürlich musst du deine Doppelspuren während des Mischens etwas leiser stellen, sonst übertönt sich alles. Ich habe da gute Erfahrung mit -3 bis -7 DB pro Song. Natürlich ist dies aber von Stimme zu Stimme und Beat zu Beat unterschiedlich

Hinweis: Versuche bitte nicht mehrere Spuren auf einmal aufzunehmen. Dies macht deine Stimme nur lauter da die Frequenzen sich überlagern, erfüllt aber nicht den eigentlichen Zweck das deine Stimme druckvoller klingen soll.

2. Die Parts klingen ordentlich, doch am Ende einer Zeile bleibt mir immer die Luft weg.

Das ist ein sehr häufiges Problem am Anfang, wo man seine Luft noch nicht richtig koordinieren kann. Da empfehle ich dir das selbe Prinzip wie bei Punkt 1, nur mit Schlagworten statt Doppelspuren.

Das bedeutet du doppelst immer nur das Ende eines Satzes.

z.b.

Ich bin Rapper, der Beste meiner Sorte
Da ich in meiner Stadt, die ganzen Weiber horte


Die fettgedruckten Stellen solltest du aufnehmen. Natürlich kannst du auch mitten im Satz bestimmte Schlagwörter doppeln wenn dir die Luft fehlt, aber dann empfiehlt es sich lieber die komplette Aufnahme zu erneuern.

3. Der Beat klingt gut, der Text ist super, meine Stimme kommt gut, aber dennoch fehlt Atmosphäre im Song.

Das Doppeln ist eine wunderbare Möglichkeit um Atmosphäre in deinen Song zu bringen!

Hast du einen düsteren traurigen Song?

Dann versuche mal eine Doppelspur nur zu flüstern. Das kann sich sehr positiv auf dein Endergebnis auswirken.

Hast du ein Song voller Wut und Zorn?

Schreie eine Doppelspur durch. Das verstärkt deine Agression in deiner Stimme.


Natürlich gibt es unendliche Möglichkeiten um Atmosphäre entstehen zu lassen. Deine einzige Begrenzung ist deine Kreativität und wenn du ausreichend experimentierst entdeckst du auch deine persönlichen Vorlieben, um deinen Liedern den richtigen Feinschliff zu geben.



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Sonntag, 14. März 2010

Rappen lernen - Die richtige Bearbeitung deines Soundmaterials

Dieser Schritt ist eines der wichtigsten Dinge in der Musikproduktion und genau darüber ist es nur sehr schwer hilfreiche Tipps zu geben.

Egal wie sehr du dich für deinen Text, oder deine Aufnahme angestrengt hast. Wenn die Qualität einfach nicht gut klingt, wird dein Song niemand hören wollen.

Glücklicherweise ist Cubase eine großartige Musikwerkstatt und bietet uns eine Menge Möglichkeiten zur Bearbeitung deiner Aufnahmen.

Das Ziel in diesem Arbeitsschritt sollte folgendes sein:

- Erschaffe eine warme klare Stimme, welche ohne Störeffekte, sich harmonisch mit dem Beat verbindet und ein gefühlvolles ultimatives Sounderlebnis bietet

Die Erreichung dieses Ziels kann sogar mehr Zeit beanspruchen, als du für deinen Text und für deine Aufnahmen bisher verwendet hast und möglicherweise wirst du auch mehrere Tage dafür brauchen. :)

Nur warum ist dieses Kapitel so schwierig?

Es gibt keine allgemeine Erklärung, da jede Stimme anders klingt und somit individuell bearbeitet und gemischt werden muss. Ebenfalls ist auch jedes Instrumental anders aufgebaut und benötigt daher seinen eigenen Mix.

Wie schon einige Male erwähnt, lege ich sehr viel Wert auf Eigeninitiative und hier ist es sogar deine Pflicht diese unter Beweis zu stellen. Das Thema "Mixing & Mastering" würde diesen kleinen Post übersteigen und daher empfehle ich sehr viel Zusatzlektüre zu diesem Thema und eine Menge Praxisübung.

Ich gebe hier einen kurzen Überblick über einige Dinge, damit dir die Namen schon mal ein Begriff sind:

1. Der Equalizer(EQ)

Einer der wichtigsten Hilfsmittel. Mit dem EQ kannst du Frequenzen welche sich überlagern oder störend sind herausfiltern. Dies führt zu einem klareren und druckvolleren Klang deiner Stimme und sorgt auch für eine bessere Harmonie mit dem Beat.

2. Der Compressor

Damit regulierst du Lautstärkeunterschiede deiner Aufnahme besser und du kannst deiner Stimme mehr Druck verleihen. Dein menschliches Gehirn regelt Lautstärkeunterschiede größtenteils von selber und daher kannst du deinen Gesprächspartner gut hören, egal ob er sich 1 Meter neben dir befindet oder aus 7 Meter Entfernung zu dir spricht. Diese Regulierung besitzt ein Mikrofon leider nicht und daher ist ein Compressor sehr wichtig für deine Arbeit.

3. Der Deesser

Harte druckvolle P Laute sollte dein Plopkiller verhindern. Sind sie dennoch vorhanden dann nimm am Besten nochmal neu auf, da eine nachträgliche Bearbeitung deine Stimme nur dumpf klingen lässt.

Leichte störende Zisch und S Laute kannst du allerdings mit einem Deesser beheben. Achte jedoch auch hier, das es nicht zu dumpf klingt. Je nach deiner Cubaseversion kann es sein, das du dir einen kostenlosen Deesser zusätzlich laden musst.

Gib dazu in deiner Suchmaschine "De Esser VST Free" ein und orientiere dich etwas an den Erfahrungen von anderen Personen.

4. Reverb, Delay, Chorus & co

Es gibt eine Menge Effekte mit denen du Echos hervorrufen kannst, deine Stimme kälter oder wärmer einstellst, oder es sich so anhört als wärst du in einem Chorus drin. Je nach Song und welche Atmosphäre du einbringen möchtest, solltest du mit den unterschiedlichen Effekten experimentieren und dein eigenes Feeling dafür entwickeln.

5. Fade Out/In

Ist dein Rap nicht so lang wie der Beat läuft, oder gefällt dir das Outro vom Beat nicht? Mit diesem Effekt, kannst du einstellen ob der Beat schnell enden oder beginnen soll, oder ob die Melodie ganz langsam im Hintergrund verschwindet. Setze auch das ganz nach dem eigenen Wunsch ein.


Versuche das ganze Potenzial deiner Software auszuschöpfen und teste dich durch die Effekte und nutze deine Suchmaschine um zu erfahren, welcher Effekt für welche Dinge gut ist. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und du kannst mit dunklen Echos, freudigen Chorus und warmer oder kalter Stimme ganz unterschiedliche Emotionen beim Hörer hervorrufen.

Mach dein Song so, wie er dir zusagt!

Wie schon erwähnt kannst du dich zum Thema Abmischen auch an eine Community wenden. Es gibt viele Hobbykünstler mit langjähriger Mischerfahrung, welche bei einer höflichen Frage sicherlich helfen werden. 


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Mittwoch, 24. Februar 2010

Rappen lernen - Der perfekte Text

Ganz wichtig:

Ein Text ist dann perfekt, wenn du selber dieser Meinung bist.

Rap ist und bleibt eine kreative Kunstrichtung. Lass dir bitte von keinem Menschen auf der Welt in deine Arbeit einreden, denn im Endeffekt ist alles nur Geschmackssache.

Bist du jedoch selber der Meinung, dein Text haut dich noch nicht so richtig um, dann habe ich hier einige Tipps für dich, womit du nach meiner Ansicht(!) mehr Atmospähre reinbringen kannst.


1. Nutze Metaphern, Symbolik und andere lyrische Stilmittel

Wenn du z.b. ein Liebessong schreibst und nur Sätze nutzt, wie "Ich lieb dich über alles", "ich lass dich nie wieder gehen", "du bist mein Schatz" dann wird einem schnell langweilig.

Der Grund: Diese Sätze hört man in JEDEM Liebeslied und somit fehlt die INDIVIDUALITÄT.

Mit sprachlicher Veranschaulichungen kannst du jedoch eine ganze Ebene professioneller werden und deinen Text viel persönlicher gestalten, ohne vom Thema abzuweichen.

positives Beispiel:

Unser erster Kuss, brannte wie Feuer, wie Flammen so rot
Und die entfachte Glut in mir  ,erwärmt mein Herz lichterloh 

negatives Beispiel:

Schatzi ich liebe dich, ich brauche dich
Lass mich dich küssen, mehr will ich nicht

2. Schreibe nur über Themen, welche dich selber betreffen

Es ist schön und gut, wenn du cool sein möchtest und über deine krasse Gang und deinen Schlampen rappst. Es kommt jedoch scheiße, wenn du nur ein einzigen Freund hast mit dem du täglich Playstation zockst und ihr beide nicht mal wisst wie eine nackte Frau aussieht...

Schreibst du allerdings über Themen, welche dein eigenes Leben betreffen dann wird dein Text automatisch schon atmosphärischer. Wenn du über Dinge erzählst, von denen du auch Ahnung hast, dann fällt dir viel mehr zu dieser Thematik ein und du bist nicht nur auf diese groben Vorstellungen angewiesen, welche du in deinem Kopf hast.

Desweiteren strengst du dich auch mehr an, da du dich mit deiner Arbeit besser identifizieren kannst und somit auch mehr Einsatz reinstecken wirst.


3. Versuche Persönlichkeit einzubringen

In einem Liebessong ist es schön und gut, wenn du 10x erwähnst wie sehr du deine/n Angebete/n liebst. Besser wäre es jedoch, einmal darüber zu erzählen warum, weshalb und wieso.

Damit meine ich, das du mehr von dir selber preisgibst.

Wann war der erste Moment wo du merkst, das du sie liebst?

Was gefällt dir so an ihr?

Was wünscht du dir für die Zukunft?

All das sind Beispielfragen, welche mehr Persönlichkeit verlangen und diese grobe Zwiebelschicht "Ich liebe dich, weil ich dich süß finde" verlassen.

4. Rede in der Ich - Person

Du wirst glaubhafter und atmosphärischer, wenn du deinen Text in der ICH - Person schreibst. Das gibt dir auch die Chance, mehr über deine Gefühlswelt zu verraten und genau das ist entscheidend, ob sich deine Hörer mit dir identifizieren können:

"Die Gefühle die dein Text/Lied vermittelt"

5. Lass dir Zeit beim Schreiben

Niemand verlangt das du innerhalb einer Stunde einen Text schreibst. Du darfst gerne drei bis zehn Stunden an einem Text hängen. Im Endeffekt kommt es nicht auf die Zeit an, sondern auf das Endprodukt. Im Notfall kannst du bei einem Black Out, auch alles beiseite legen und am nächsten Tag dein Glück versuchen.

6. Achte auf eine gute Grammatik und Aussprache

Ganz wichtig für deine Hörer ist:

Ein gesundes Hochdeutsch, möglichst ohne Dialekt. Natürlich kann dein Dialekt auch ein Imagemerkmal von dir sein, allerdings sollte es nicht übertrieben werden.

7. Neu anfangen - Nicht aufgeben

Falls dein Text trotz Tipps nicht perfekt wird und du eigentlich ziemlich deprimiert bist, dann schmeiss ihn weg und schreib einen neuen Text zu diesem Thema. Dies ist manchmal der letzte Weg um noch zu einem guten Ergebnis zu kommen.

Es bedeutet zwar mehr Aufwand, aber deine nächste Textversion wird auf jeden Fall besser, den gut wirst du nur durch Übung...Übung...und...Übung


Einen ersten Eindruck von meiner Rapmusik und meinen Raptexten kannst du dir auf meinen Youtube Channel machen:


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Mittwoch, 17. Februar 2010

Rappen lernen - Die Community

Deutscher Rap hat sich heutzutage bereits stark verbreitet und vor allem im Internet, ist eine gigantische Rap Community entstanden. Egal ob du Beats suchst, andere Rapper/Produzenten für gemeinsame Projekte, oder einfach nur einige Feedbacks zu deiner Musik willst.

Das Internet macht es für jeden Menschen möglich!

In diesem Post möchte ich dir gerne ein Forum vorstellen, was sich durch zahlreiche Features von allen anderen Internetpräsenzen abhebt.

www.rappers.in

Nur was ist an diesem Forum so besonders?

Nunja, es ist ganz egal ob du gerne im Teamwork mit anderen Menschen arbeitest, oder eher der einsame Wolf bist. Bei rappers.in wirst du bei fast allen Problemen fündig.

Bist du auf der Suche nach Freebeats?

Rappers.in hat eine eigene Beatchartliste und bietet dir somit ein riesiges Arsenal an lizenzfreien Beats, welche du für nicht kommerzielle Projekte nutzen darfst.


Hast du ein individuelles Problem und suchst Hilfe?

Wenn du deine Problemstellung sorgfältig schilderst und bereits mit der Suchfunktion geschaut hast, ob deine Frage wirklich einzigartig ist, wirst du meistens auch eine hilfreiche Antwort erhalten.

Leider sind dort auch zahlreiche *Idioten* vertreten. Dennoch gibt es genügend vernunftbegabte Menschen, welche sich dir offenbaren, wenn sie merken das du dazu gehörst.


Möchtest du gerne wissen, wie anderen Personen dein Song gefällt?

Jeder User auf rappers.in kann sich eine Artistpage beantragen. Das heisst du erhälst ein Audioportal, auf dem du deine eigenen Songs/Beats hochladen darfst.

Desweiteren gibt es dort ein Vote/Feedback System. Jeder Person kann dir eine bestimmte Punktzahl für deinen Song geben(1 bis 10) und dir auch ein Feedback hinterlassen.

Somit erhälst du zahlreiche Tipps und Ratschläge für deinen nächsten Song und kannst dich somit immer weiter verbessern.

Tipp: Wenn du heiss auf viele Meinungen/Votes bist, dann solltest du auch viele andere Songs bewerten. "Geben und Nehmen" heisst das Motto und je mehr du dich reinhängst, umso mehr Menschen werden sich mit deinen Songs befassen.

Desweiteren schulst du dein eigenes Ohr immer mehr, je mehr Fehler du von anderen Rappern entdeckst und diese korrigierst. Bewerte jeden Tag 10 verschiedene Songs und du wirst merken, wie schnell dir bei deinen eigenen Liedern in den Kopf kommt "oh gott, wie konnte ich das nur falsch machen"


Suchst du nach Rappern/Produzenten in deiner Umgebung?

Du kannst bei diesem Forum genauso gut nach Menschen in deiner Umgebung suchen, welche dir helfen bzw. mit denen du gemeinsam Songs machen kannst.


Natürlich gibt es noch viele andere Foren und Internetportale bei denen du dich erkundigen kannst.

www.r-b-a.de ist z.b. ein Portal, bei dem sich Rapper batteln. Auch dort gibt es die Möglichkeit sich mit genügend Fleiss in der Rangliste hoch zu arbeiten und du erhälst nach jedem Battle mehrere Jurybewertungen was du gut oder schlecht gemacht hast.


Es ist nicht unbedingt zwingend notwendig sich mit einer Community auseinander zu setzen. Doch dies kann dir viele Vorteile bringen und schneller zu deiner Entwicklung beitragen. Doch auch wenn du nur mit deinen engsten Freunden immer mal ein paar Raps aufnimmst, ist das in Ordnung :-)



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Sonntag, 14. Februar 2010

Gastpost von uNNormal - Du bist deutscher Rap

Dieser Post wurde von uNNormal verfasst.

Ich stelle ihn deswegen in meinem Blog aus, weil ich seine Worte als eine erfrischende Motivationsquelle empfinde und viele Personen sich daran ein Beispiel nehmen können. Sicherlich vertrete ich nicht jeden Standpunkt in diesem Text, allerdings kann er dennoch für viele Personen eine Stütze sein.

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Du bist deutscher Rap

Denk daran, wenn du einen Track ins Internet stellen möchtest. Du bist auch ein Teil von deutschem Rap, damit bist du deutscher Rap. Wir wissen alle, dass ohne Übung Niemand zur Exzellenz aufsteigen kann, dennoch solltest du dir ernsthaft Gedanken machen, ob dein Song wirklich von der Welt gehört werden soll. Damit du dich nicht jedesmal abwertest, wenn du entscheidest, deinen Song nicht ins Internet zu stellen, merke dir folgendes:

Du bist einzigartig und wertvoll

Diese Szene ist dafür bekannt zu haten. Auch du wirst sicherlich bald in den "Genuss" von nicht konstruktiver Kritik kommen, wo du aus Prinzip oder aus Geschmackssache einfach niedergemacht wirst. Achte auf die konstruktive Kritik und überlege, wie du sie umsetzen kannst und ob es zu deinem Wunschstil passt. Dafür ignorierst du dann die Hater, da du dir bewusst machst wie viel Mühe du bereits in deine ersten Songs eingebracht hast. Du hast dein Bestes gegeben um ein ordentliches Klangerlebnis abzuliefern. Du hast dir Gedanken über den Inhalt deines Textes, über die Reime und die Struktur gemacht. Du hast den Beat nicht willkürlich gewählt, da er es dir wohl sehr angetan hat. Das sind alles deine Gründe, aus welchem dein Song entstanden ist. Wenn du nun beleidigt und abgewertet bist, erinnere dich weshalb dein Song gerade so entstanden ist und du hast keinen Grund mehr dich schlecht zu fühlen, da du beginnst auf dein eigenes Gefühl anstatt auf das Gefühl der Hater zu hören. Es gibt eine Lektion im Rap, die jeder junge Rapper im Laufe seiner Jahre machen wird:

Du kannst es nicht allen Recht machen

Das sollst du auch nicht. Wenn wirklich jeder seinen Senf dazugeben würde, wie du deinen Song am Ende formen sollst, würde niemand komplett zufrieden sein. Am wenigsten du selbst. Was hast du dann noch für eine Wahl, um ein gelungenes Ergebnis liefern zu können? Setze deinen eigenen Geschmack als Standart. Versuche nicht, die Hater von deiner Musik zu überzeugen indem du dich verbiegst, sondern fördere deinen eigenen Geschmack und lass die Fans deiner Musik dich entdecken.

Nun sind wir wieder zurück an dem Ort der Entscheidung, ob du deinen neuen Song direkt ins Internet stellen sollst, oder lieber nur bestimmten Menschen zeigst. Sei dir aller möglichen Konsequenzen bewusst, sei dir bewusst wie viel Aufwand und Mühe dich der Song gekostet hat, sei dir bewusst in wie Weit du hinter ihm stehen kannst (vor allem auch nach längerer Zeit!) und entscheide nach deiner eigenen Bewertung.

Du bist Deutscher Rap, deshalb enttäusche dich nicht!

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Samstag, 13. Februar 2010

Rappen lernen - Deine erste Aufnahme - Cubase dein Freund und Helfer

Wenn du bisher alles aufmerksam verfolgt und ausreichenden Eifer an den Tag gelegt hast, besitzt du nun das notwendige Equipment und das Basiswissen/talent, um deine ersten Aufnahmen zu starten.

Bevor du diesen Postanweisungen folgst, solltest du dich bereits etwas vertraut mit den Grundfunktionen von Cubase machen. Ich werde nicht erklären wie du z.b. eine Spur löscht. Das sind einfache Dinge, welche du deinem Cubase Handbuch entnehmen kannst.

Eigenintiative ist im Rap eine Pflicht!

Eh es losgeht schließe dein komplettes Equipment ordnungsgemäß nach Anleitung an und starte dein M Audio Fasttrack Pro. Achte darauf, dass an deinem Pc die onboard Soundkarte auf das externe Interfache umgestellt wurde.

Hinweis: Bevor du Cubase startest musst du den 48H Power Regler auf "on" stellen.


Bist du aufgeregt? Umso besser!

1. Als erstes startest du dein Cubase und dann klickst du auf folgende Buttons:

Datei ---> Neues Projekt ---> Leer ---> Speicherort auswählen

Lege dir am besten einen Ordner komplett für deinen Rap an und dann noch einen extra Ordner für deine jetzige Aufnahme. Damit bewahrst du die Übersicht :-)

2. Klicke auf:

Projekt ---> Spur hinzufügen ---> Audiospur ---> Ok

Wichtig: Nachdem du auf dem Button "Audiospur" geklickt hast, erscheint dir ein kleines Fenster. In diesem Fenster musst du noch "Stereo" auf "Mono" umstellen. Deine Aufnahmen müssen immer auf einer Mono Spur erfolgen.

Wenn du bisher alles richtig gemacht hast, dürfte dein Cubase so aussehen:



3. Nun müssen wir dein Audiointerface ( bei mir: M Audio Fasttrack Pro) nur noch auf dein Cubase abstimmen.

Dazu klickst du auf:

Geräte ---> Geräte konfigurieren ---> VST Audiosystem ---> Asio Treiber "M Audio USB Asio"



4. Nun führe eine Probeaufnahme durch. Schau, dass der rote Rec Button an deiner Audiospur aktiv ist und dann drück im Kurzmenü auf "Rec"

Klappt die Aufnahme? Gut, dann zum nächsten Schritt.

5. Nun musst du deinen Beat einfügen. Wenn du keinen Beat hast, dann lade dir einem Freebeat wie in meinem Post "Dein Taktgefühl" beschrieben.

Den Beat fügst du ein, indem du die Datei mit der linken Maustaste gedrückt hältst und dann in den weißen Bereich ziehst.



6. Jetzt drück auf "Rec" und starte deine Rapaufnahme.

Hinweis: Sollte der Beat zu laut sein, oder deine Stimme kaum verständlich, kannst du die Lautstärke nach Bedarf verändern. Es empfiehlt sich immer den Beat leiser zu stellen, bzw. am Gain Regler von deinem Audionterface (M Audio Fasttrack Pro) zu drehen. Schau das du eine möglichst klare Stimme hin bekommst, ohne Rauschen oder sonstigen Überlastungen.




7. Jetzt musst du alles Überflüssige von deiner Audiospur wegschneiden. Hast du eh du angefangen hast mit rappen z.b. gehustet, oder sind andere Nebengeräusche vorhanden?

Dann entferne alles bis dein Text anfängt und auch was nach deinem Text an Störungen aufgenommen wurde. Falls während der Aufnahme Störungen entstanden sind, dann lösche sie komplett und nimm nochmal alles auf.

Oft ist es besser eine 30 Sekunden Aufnahme zu wiederholen, statt eine halbe Stunde an irgendwelchen Störungen rum zuschrauben.

8. Recorde solange bis du mit deinem Ergebnis zufrieden bist!

Es ist keine Schande, wenn du ab und zu den Takt verfehlst oder eine Textzeile vergisst. Sowas passiert auch den Profis und je öfter du aufnimmst, umso besser wird dann dein Endergebnis.

Hab auch keine Scheu, falls du zu den Leuten gehörst welche ihre Stimme scheißen finden. Deine Stimmbänder sind ähnlich wie Muskeln und je öfter du trainierst, umso besser klingt es.

9. Nun musst du den Locator einstellen.

Mit dem Locator stellst du ein, welchen Abschnitt du exportierst.

Stelle den Locator so weit, wie deine Aufnahme geht.

Tipp: In Cubase ist der Locator im Kurzmenü mit (L) und (R) gekennzeichnet.

Zur Veranschaulichung dient dieses Bild:



10. Fertig?

Nun klickst du auf:

Datei ---> Exportieren ---> Audio Mixdown

Nun lege fest wie deine Datei heißen soll, wo sie abgespeichert wird und wähle ein Speicherformat z.b. windows media file

Hinweis: Wie du eine Mp3 Datei erstellst, werde ich in einem späteren Post erklären.


Herzlichen Glückwunsch zu deiner ersten Aufnahme!

Für einen professionellen Song gehört natürlich noch einiges mehr, jedoch hast du schon die ersten Schritte gewagt und weißt nun wie du aufnehmen kannst, mit einem sehr komplexen Programm.



Tipp: Es ist wirklich wichtig, das du dich mit allen Dingen, welche ich dir hier zeige ausführlich befasst. Diese Blog Anleitung dient als erste Hilfe, welche dich mit Tipps,Tricks und Starthilfen versorgen soll. Dennoch bist du persönlich dafür verantwortlich wie schnell oder langsam du besser wirst.

Wenn du meinst du kannst etwas besser als es diese Anleitung vorgibt, dann höre auf dein eigenes Gefühl und experimentiere. Rap ist eine kreative Kunst und dort gibt es keine 1:1 Anleitung, wie du deinen Style und deinen Weg mit der Musik findest.


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Dienstag, 9. Februar 2010

Rappen lernen - Dein Taktgefühl

Falls du bisher fleißig dabei warst, hast du dir Gedanken über dein Image gemacht, hast dein Grundequipment gesichert und hast bereits einige eigene Texte geschrieben.

Nun wirst es Zeit dein Taktgefühl zu trainieren.

Du kannst sprachlich sehr begabt sein und die allerbesten Texte auf der Welt schreiben, doch das nützt dir nichts wenn du sie nicht auf einen Takt rappen kannst.

Höre am besten einen Instrumentalbeat von rappers.in. Du musst ein Gefühl für den Rhytmus entwickeln um gut rappen zu können. Versuche dich auf das "clap....clap....clap" zu konzentrieren.

Wenn du den Beat einmal nur mit deinen Ohren durchgehört hast, dann versuch beim 2. Durchgang mit deinen Händen zu klatschen. Immer wenn du denkst "jetzt macht es *clap*" klatscht du mit deinen Händen.

Je öfter du das übst umso leichter fällt dir später dein Rap.

Wie bereits im Post "Der Raptext" erwähnt, sind 2 Claps eine Rapzeile. Wenn du weißt wie der Takt in einem Beat funktioniert, hast du bereits die halbe Arbeit erledigt.

Nun ist es nur noch deine Aufgabe, deinen Text passend zum Takt zu schreiben.

Ein Raptext sollte so geschrieben sein, dass das letzte Wort auf dem [clap] gerappt wird.Natürlich kann man da auch etwas variieren, aber es geht erstmal nur um die Grundkenntnisse.

Jetzt lass den Beat laufen und versuche dir einige Zeilen auszudenken. Da es in diesem Post nur auf den Takt ankommt ist es völlig egal was du schreibst, solange es passend zum Takt ist.

Beispielzeilen:

Heute bin ich hier, [clap] und zeige dir wies geht [clap]
Mach den geilen Rap, [clap] bis keiner mehr steht[clap]
Das hier ist die Übung[clap] verstehst du es? [clap]
Wenn du bald rappen kannst [clap] feiern wir ein großes Fest[clap]


Anfangs wird dein Text noch sehr stockend klingen, wenn du ihn rappst. Das ist ganz normal, doch je öfter du übst umso flüssiger klingt es. Schau ob du irgendwo noch ein Zwischenwort dazu schreiben, oder ob du ein Silbe opfern kannst, damit dein Text flüssiger auf den Beat kommt. Manchmal sind es echt nur Kleinigkeiten, welche dich aufhalten. :-)

Ich rate dir auf diesem Beat lange zu üben und dies über mehrere Tage hinweg immer zu wiederholen. Wenn du die Lektion mit dem "auf dem Takt rappen" verstanden hast, dann bist du echt auf den besten Weg ein Rapper zu werden.

Wenn du selber Rapmusik hörst, was sehr wahrscheinlich ist weil du sonst nicht rappen lernen willst, dann achte bei deinen Lieblingssongs auf dieses "clap...clap".

Schau darauf wie der/die Rapper/in seine Worte auf dem Takt bringt und versuche diese Technik zu übernehmen.

Taktgefühl lernst du durch das hier vermittelte Wissen, den Beobachtungen anderer Rapper und mit viel Praxisübungen. Je öfter du übst, umso leichter fällt es dir.

Wenn du den Takt beherrscht, dann beherrscht du fast alle Beats. Die Struktur ist immer die Selbe. Ganz egal wie die Melodie komponiert ist, besteht ein Rapbeat immer aus Drums, welche dich mit "clap....clap....clap....clap" leiten.

Manche Beats sind extrem schnell, andere hingegen extrem langsam. Versuche dich nicht gleich an die "harten Brocken", falls du andere Beats zum üben suchst, da dies deine bisherige Motivation leicht zerstören kann. Wenn du meinst ein Beat beherrscht du, doch ein anderer Beat ist dir zu schwer, dann ist es keine Schande, wenn du dir einen Anderen suchst, auf dem du besser klar kommst. Mit der Zeit lernst du auf jedem Beat gut rappen zu können.

Merke dir immer:

Rappen kann jeder Mensch, welcher genug Herz, Liebe und Fleiss reinsteckt und das sollte dir immer bewusst sein.

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Donnerstag, 4. Februar 2010

Rappen lernen - Der Raptext

Wie du sicherlich schon erraten hast, geht es jetzt immer noch nicht ums rappen :-)

Wenn du meine Postings aufmerksam verfolgst, dann hast du jetzt dein Equipment und dir bereits einige Gedanken über dein Image gemacht.

Nun kommt die Zeit indem du die Grundlagen lernst, wie ein Raptext aufgebaut ist.


Eh du allerdings auf die Idee kommst einen Raptext zu schreiben, solltest du dir Gedanken über das Thema machen.

Worüber willst du eigentlich rappen?

Dies ist eine ganz wichtige Frage und vermeidet peinliche Anfängerfehler in deinen Texten.

Negatives Beispiel:

Ich liebe dich mein Engel, würde alles für dich tun
Ich bin cool und einfach fresh, stark wie ein Monsun

Ficke meine Feinde, hab die Eier in der Hose
Baby du bist hübsch, für dich pflücke ich ne Rose

Positives Beispiel:

Ich liebe dich mein Engel, würde alles für dich tun
Du bist hübsch wie rote Rosen, mit dir kann ich friedlich ruhn



Ein Rapbeat ist meistens nun so strukturiert, das sich folgendes Textschema ergibt:

1. Part - 16 Zeilen
Hook - 8 Zeilen
2. Part - 16 Zeilen
Hook - 8 Zeilen
3. Part - 8 oder 16 Zeilen

Was ist jetzt eine Zeile?

Als Zeile wird der Satz bezeichnet, welcher zwischen 2 Taktschläge steht.

Beispiel:

Ich liebe dich noch immer, [Taktschlag] doch langsam wird mir klar [Taktschlag]
Alles was du sagst, [Taktschlag] nichts davon ist wahr [Taktschlag]

Das Beispiel besteht aus 2 Rapzeilen. Manche sagen statt "Rapzeilen" auch "Lines" oder "Bars".

Allgemein müssen deine Texte immer so geschrieben sein, dass die Zeilen in den Takt passen. Dafür entwickelst du mit der Zeit ein gewisses Gefühl also keine Sorge, falls du noch nicht ganz verstehst wie das gehen soll :-)

Was ist jetzt eine Hook oder ein Part?

Eine Hook(auch Refrain genannt) ist der Abschnitt, welcher sich in jedem Raplied immer wiederholt. Manche Raplieder sind auch ohne Hook, doch gerade dieser Bereich prägt sich bei dem Hörer am Besten ein und sollte daher immer genutzt werden. Auch sollte man in der Hook die Hauptmessage des Themas packen, damit auch jeder versteht was du ihm in deinen Song mitteilen möchtest.

Ein Part ist der Bereich indem du über irgendetwas genauer erzählst/rappst. Je nach deinem Thema, kannst du jetzt über eine alte Liebe nachtrauern, oder eine sozialkritische Meinung gegen Deutschland sagen, oder einfach nur sagen wie toll du bist. Hier ist deine Kreativität gefragt!

Zur Hilfe: Höre deine Lieblingssongs an und nutze dies als Hilfstellung, um herauszufinden wo dort eine Rapzeile ist, wo die Hook liegt und wo der Part anfängt zu starten. Je öfter du sowas übst umso besser verinnerlichst du die ganze Thematik.


Nun kommen wir zu den Reimen eines Raptextes.

Man benutzt oft Reime in einem Text, weil deine Stimme damit besser auf dem Beat klingt. Der komplette Text hört sich flüssiger an und wirkt somit nicht so stockend. Die meisten Rapper legen sehr viel Wert auf gute und viele Reime, doch es ist auch möglich ohne Reime flüssig zu rappen. Dafür sollte aber man aber schon etwas mehr Erfahrung haben :-)

Was ist jetzt ein guter Reim?

Falls du bisher in deinem Leben schon einige Gedichte gelesen hast, oder im Deutschunterricht aufmerksam warst dann dürftest du Reime kennen wie:

Siege - Liebe
Haus - Maus
Halt - kalt

Ein Deutschlehrer sagt dir, das ein Reim vom Stamm her gleich sein muss um ein Reim zu sein. Im Rap interessiert es niemand wie die Wortsilben sind, Hauptsache es reimt sich. Genauer gesagt beeindruckt mehr, Wörter zu finden welche nichts gemeinsam haben und sich von der Aussprache her reimen:

Outfit - drauf blickt

Noch beeindruckender wird es, wenn Wörter sich mehrfach Reimen. Man nennt dies auch Doppelreim:

Feuermelder - Steuergelder

Feuer reimt sich auf Steuer und Melder reimt sich auf Gelder. Das ist ein Doppelreim und sowas setzen sich die meisten Rapper als Voraussetzung für eine gute Zeile.

Beispiel:

Ich bin Workaholic, und rappe "immer wieder"
Du bist nur ein Bengel, rappst deine "Kinderlieder"
Ich bin ein Idol, mache "guten Rap"
Weil ich Tag für Tag, in meiner "Bude text"

Immer - Kinder
wieder - lieder
gute - bude
rap - text

Das sind Doppelreime, wie sie in einem Raptext stehen könnten.


Jetzt liegt es erstmal an dir!

Versuche jeden Tag mindestens einen Part zu schreiben, über ein Thema was dir im Kopf schwebt. Du brauchst jetzt noch keinen Beat, sondern sollst erstmal ein Gefühl für das Texte schreiben bekommen. Sage dir beim Schreiben selber die Sätze leise vor dir hin und prüfe ob es flüssig klingt und bereits einen gewissen Rhythmus aufweist.

Versuche so viele Doppelreime wie möglich einzusetzen, aber ohne vom Thema abzuweichen. Auch keine Panik, falls dir bei manchen Wörtern gar keine Reime einfallen. Mit der Zeit bildet sich in deinem Kopf ein riesiges Reimearsenal und du weißt zu jedem Wort immer einen passenden Reim.

Am besten legst du dir ein Notizbuch an für eine geordnete Übersicht und schreibst dort täglich deine Texte rein.

Viel Glück!


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Rappen lernen - Dein Image

Hast du dich bereits um deine Grundausrüstung gekümmert? Falls nicht gehe bitte nochmal zu den vorherigen Post und lese dir meine Empfehlung durch, was du alles brauchen wirst. Nochmal zur Erinnerung: Mikrofon, Audio Interface, Software, Kopfhörer, XLR Kabel und Ploppkiller. Am besten mit einer guten Empfehlung vom Fachmann deines Vertrauens.

Im Moment ist es noch ganz egal, wie weit du mit deiner Grundausrüstung bist. Die Hard - und Software ist notwendig um deinen Rap aufnehmen zu können, doch bevor wir soweit sind haben wir einen Haufen geistige Arbeit. Denn bevor du überhaupt rappen kannst musst du erstmal wissen worüber du etwas rappst.

In erster Linie solltest du dir Gedanken über dein persönliches "Image" machen.

Dein Image wird eine Art Spiegelbild. Musik drückt immer etwas Bestimmtes aus und wenn man ungefähr weiß, was man seinen Mitmenschen erzählen möchte ist man bereits einen großen Schritt weiter. Viele Personen denken bei dem Wort Image gleich an Stars und Sternchen und verbinden gewisse Vorurteile oder haben gewisse Einstellungen zu solchen Thematiken.

Solltest du dich auch bei solchen negativen Gefühlen ertappen, will ich an dieser Stelle klar stellen, dass Image in dieser Version bedeutet sich einfach mal ein gewisses Grundgerüst zu machen. Da ist natürlich erstmal eine gewisse Portion Selbsteinschätzung und Menschenkenntnis notwendig.

Hier ein paar Tipps zur Persönlichkeitsfindung:

- Bist du eher der harte Typ, den die Mädels/Jungs zu Füßen liegen?

- Bist du eher der schüchterne Mensch, der in der Musik seinen Frieden sucht?

- Bist du eher ein Komiker, welcher gerne Menschen unterhält?

- Oder liegt in dir doch eher der Depressive, der alles schlecht findet?


Natürlich gibt es tausende von Images und jeder Mensch ist einzigartig. Dies ist nur eine grobe Sammlung von Möglichkeiten zur Veranschaulichung.

Wie du sicherlich merkst geht deine Image Suche sehr tief in den psychologischen Bereich. Es ist sehr wichtig, dass du Aussagen, welche du in deiner Musik machst, auch mit deinem Charakter und deiner Persönlichkeit übereinstimmen. Sollte es da Differenzen geben, wird dir kein Mensch glauben was du erzählst und dementsprechend bleiben auch die eigenen Fans aus. Es muss authentisch wirken und an deine Zielgruppe angepasst sein.

Je mehr Gedanken du dir darüber machst, was eigentlich deine Hauptschwerpunkte sind umso leichter fällt es dir deine Texte zu schreiben und deine Songs zu recorden. Der Hintergrund liegt darin, dass einfach ein gewisses Fundament vorhanden ist, welches dir weiterhelfen wird. Dies macht sich beim aufnehmen deiner Lieder bei der richtigen Betonung der Texte mit deiner Stimme bemerkbar, aber auch bei der richtigen Wortwahl und der Verwendung des Vokabulares.

Der Großteil davon wird sich unbewusst einprägen, wenn du erstmal eine gewisse Richtung für dich gefunden hast. Viele Rapper durchlaufen die Prozesse nebenbei, aber ich finde es wichtig sich ein wenig auf diese Thematik zu sensibilisieren um zumindest für den Anfang einen leichteren Einstieg zu finden.

Zu deinem Image gehört zum Beispiel auch ein passender Künstlername unter dem du deine Musik präsentierst. Natürlich kannst du deine Songs auch unter deinen echten Namen veröffentlichen, doch "Peter Meier" wirkt meistens nicht so seriös wie ein Künstlername aus deiner Fantasie.

Was die Wahl deines Künstlernamens angeht hast du ebenfalls die freie Wahl. Es gibt keinen Namen der peinlich ist, wenn die Person dahinter gute Musik macht. Manche Rapper nehmen simple Alltagsnamen wie "Blumentopf", oder "Fettes Brot", andere suchen ihre Namen in fremden Kulturen wie "Bushido" und wieder andere nehmen einfach englische Wörter wie "Favorite".

Die einzige Grenze ist deine Fantasie und dein persönlicher Charakter. :)

Bei mir persönlich ist es DM Noctem geworden. DM ist dabei die Abkürzung für (Diem) und Noctem ist sozusagen der Gegensatz. "Carpe Diem, Carpe Noctem" sind sozusagen die Bedeutungen von Lebe den Tag, lebe die Nacht um die Gegensätze von Schwarz und Weiß, Gut und Böse, Gute und schlechte Laune zu symbolisieren. Mehr zu dieser Thematik werde ich schreiben, wenn wir mehr auf das Thema von Texte schreiben mit lyrischen Stilmitteln eingehen. So ziemlich jedes Wort kann auf lyrische Art eine gewisse Symbolik beinhalten und somit Gefühle, Signale und ähnliche Dinge ausdrücken und ein seriöses Gesamtpaket bildet dein Image und macht dich damit auch authentisch.



Einen ersten Eindruck von meiner Rapmusik und meinen Raptexten kannst du dir auf meinen Youtube Channel machen:


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Rappen lernen - Die Grundausrüstung

Rap ist ein Hobby was sehr viel Zeit benötigt und viel Liebe, wenn man professionell tätig sein möchte. Von den ersten Raptext bis zum fertigen Lied ist es ein langer Weg und ich möchte dir kurz einen Einblick geben, welche Grundausrüstung du ungefähr brauchen wirst um deiner Musikkarriere gerecht zu werden.

Falls du Schüler bist und kein geregeltes Einkommen hast, oder nicht gerade viele Freunde welche sich an dieser Investition beteiligen möchten, stelle ich für den Anfang auch noch eine Alternative vor um für wenig Geld deinen eigenen deutschen Rap zu produzieren.

Um auf deinen Computer Rapsongs aufnehmen zu können benötigst du die entsprechende Hard - und Software.

Rein von der Kostenkalkulation solltest du ungefähr mit 1000 Euro rechnen, wenn du als Hobby eigene Raptexte schreibst und aufnimmst und dafür eine sehr gute Soundqualität anstrebst. Du wirst sehr viel Zeit mit der Produktion und Mischung der Klangqualität verbringen und so stellt die richtige Bearbeitung deiner Tonspuren ebenso eine Herausforderung dar, wie das Schreiben deiner Texte und das Aufnehmen der Lieder. Am Anfang wird noch nicht alles so perfekt sein, wie du es dir vielleicht wünscht, doch wenn du mit Herzblut an der Sache bleibst, dann wird aus dir ein guter Rapper werden.

Benötigen wirst du:

- Ein Mikrofon

- Ein Mikrostativ

- Ein Ploppkiller

- Studiokopfhörer

- Ein Audio Interface

- ein XRL Kabel um das Audio Interface mit den Mikrofon zu verbinden

- Eine Musik Software zum aufnehmen

- Einen leistungsfähigen Computer

Mein Equipment habe ich mir damals über www.thomann.de bestellt. Dort ist alles zu finden was man für die eigene Produktion benötigt und es nach meinen bisherigen Erfahrungen ein recht fairer Online Shop. Natürlich kannst du auch selber im Internet recherchieren, welcher Onlineshop die besten Angebote für die beste Hardware hat.

Meine Ausstattung sieht folgendermaßen aus:

- RodeNT1A (Kondensatormikrofon)
- M Audio Fast Track Pro (Audio Interface)
- Cubase (Software für die Musikproduktion)

Da die Technik sich auch im musikalischen Bereich immer weiter entwickelt gibt es sicherlich auch schon bessere Ausrüstung für weniger Geld. Es lohnt sich auf jeden Fall sich etwas mehr mit der Materie zu befassen und auch viele Bewertungen im Internet und Meinungen von Verkäufern zu lesen.

Mit dieser Ausrüstung arbeite ich zumindest seit vielen Jahren und das Soundergebnis ist echt super.

Falls ihr euch noch nicht sicher seid ob Rap wirklich euer richtiges Hobby ist, empfehle ich euch dieses Low Equipment für den Start:

Hardware:

- USB Mikrofon (gibt es teils für 10 Euro schon bei vielen Fachmärkten für Elektronik)
- Kopfhörer (können schon einfache Modelle sein, welche es teils bei einem mp3 Player geschenkt gibt)

Software:

- Freeware "Audacity"

Ich habe auch erst ein bis zwei Jahre meine Raptexte mit einem einfachen Headset aufgenommen und mit Programmen wie Audacity bearbeitet. Da ich zu dieser Zeit noch Schüler war ersparte ich mir sozusagen meine Ausrüstung in der Zeit, bis ich sicher war, dass ich mehr Zeit in meine Musikproduktion investieren wollte.

Warum gibt es so hohe Preise für richtige Ausrüstung?

Musik ist leider mit dem Fluch behaftet, das du ab einer gewissen Klangqualität für viel Geld meist nur eine kleine Soundverbesserung bekommst. Man arbeitet sozusagen langfristig auf die Perfektion hin, wenn man seine eigenen Aufnahmen bearbeitet. Dafür ist es wichtig saubere klangvolle Acapellaspuren aufzunehmen und diese dann mit den geeigneten Mitteln wie Equalizern, Compressoren, Reverbs usw. zu bearbeiten. Dies ist dann mit der Software zu bewältigen.

Genauer betrachtet ist es sogar noch recht günstig. Es besteht auch die Möglichkeit ein Musikstudio anzumieten, jedoch würde ich zu solchen Dingen erst raten, wenn man sich bereits etwas mit der Materie rappen lernen befasst hat und ein gewisses Grundverständnis besitzt. Grundsätzlich würde ich, wenn ich weiß dass langfristig selber rappen möchte lieber etwas mehr Geld investieren, als versuchen am falschen Weg zu sparen. So habe ich zum Beispiel ein recht kurzes XRL Kabel gekauft am Anfang und es ärgerte mich ständig, das Mikrofon überhaupt am Audio Interface anschließen zu können.

Warum benötigt man spezielle Ausrüstung?

Das von mir benutzte  RodeNT1A ist zum Beispiel ein professionelles Kondensatormikrofon welches für musikalische Aufnahmen, wie dein Rap, geeignet. Ziel solch eines Mikrofons ist es, deine Stimme so klar und natürlich wie möglich aufzunehmen und dies schafft niemals ein simples Headset, wie ich es am Anfang hatte. Ein  Headset oder USB Mikrofon ist eher für eine schnelle Verständigung gedacht, wenn man als Gamer zockt, aber nicht für einen angenehmen Klang im musikalischen Sinn.

Das selbe Problem mit dem angenehmen Klang haben die meisten Computer auch an der Soundkarte. Oft ist die Hardware für den normalen Verbraucher ausgelegt, welcher Musik anhören möchte und nicht unbedingt selber rappen will. Darum dient ein Audiointerface wie das M Audio Fast Track Pro als eine professionelle externe Soundkarte und bildet die Verbindung zwischen deinem PC und dem Mikrofon. Es ist unverzichtbar für deine eigenen Aufnahmen bei einem guten Rap.

Das XRL Kabel verbindet wie schon erwähnt deine externe Soundkarte mit deinem Mikrofon.

Ein Ploppkiller sieht zwar etwas witzig aus am Anfang, jedoch gehört es aber vor jedes Mikrofon.
Der Grund ist physikalisch erklärbar. Wenn wir harte Buchstaben wie P oder Q sprechen merken wir einen Luftzug, wenn wir unsere Hand davor halten. Vor einem Mikrofon ohne Ploppkiller würde es zu Störgeräuschen kommen, welche unsere Aufnahmen verzerren. Dies wäre sehr schade, wenn das Mikrofon und das Audiointerface schon etwas hochwertiger sind. Auch zischende Laute wie sie vom Buchstabe S verursacht werden, klingen etwas normaler. Man muss nachträglich weniger bearbeiten und dies macht sich an einer guten Klangqualität bemerkbar.

Ein Mikrostativ brauchst du auf jeden Fall, damit dein Mikro wirklich stabil und still steht. Ansonsten müsstest du es in der Luft halten und das verwackelt und verdirbt dir deine Aufnahmen zwecks den Luftzügen.

Geeignete Studiokopfhörer kann ich nur empfehlen, weil die Klangqualität sehr gut ist. Je nach Audio Interface sind sie sogar notwendig, da normale Kopfhörer nicht angeschlossen werden können. Auch bei dem mischen deiner Rapsongs hörst du die vielen kleinen Feinheiten besser heraus.

Eine geeignete Software wie zum Beispiel Cubase ist deine Musikwerkstatt. In einem späteren Artikel werde ich dazu noch mehr und ausführlicher schreiben können. Es ist für dich wichtig zu wissen, dass du mit so einer Software deine Acapella Spuren aufnehmen kannst und auch die Möglichkeit hast die Spuren richtig im Mixing und Mastering zu bearbeiten. Die Stimme muss man gut mixen und mastern von daher kann ich gute Software nur empfehlen. Je nach Programm kann man sogar eigene Beats bauen, oder erstmal Freebeats verwenden.


Was brauchst du sonst noch für dein Rap?

Ein PC, welcher möglichst schon etwas moderner ist. Die Musikproduktion ist schon sehr hardwarelastig.

Ein Blatt Papier und Stifte oder ein Word Dokument/Textdokument um deine Raptexte schreiben zu können. Für das Schreiben der richtigen Raptexte mit einer guten Hook oder  Refrain werde ich noch viele extra Beiträge hochladen.

Genügend Platz in deinem Zimmer für die Ausrüstung. Für einen guten Klang ist auch ein vernünftiges Raumverhältnis wichtig. Leere Räume schallen mehr und produzieren Echos. Die richtige Stellung vom Mikrofon kann schon viel ausmachen. Über dieses Thema werde ich auch extra schreiben.

Viel Zeit für dein Hobby und ausdauernder Einsatz mit viel Liebe zur Musik. Hip Hop ist wie Fahrrad fahren. Am Anfang wirst du sehr zögerlich und langsam, wenn nicht sogar mit Frustration starten, doch je mehr du selber rappst und je mehr Raptexte du schreibst umso besser werden auch deine Ergebnisse in der Musik.

Einen ersten Eindruck von meiner Rapmusik und meinen Raptexten kannst du dir auf meinen Youtube Channel machen:


Wenn du Interesse hast den kompletten Kurs, welcher auf diesem Blog angezeigt wird als praktische Kindle Ebook Ausgabe ohne Werbungen und in einer überarbeiteten Fassung zu erhalten dann geht dies über Amazon:



Von daher wünsche ich dir viel Spass!

gez. DM Noctem